Digitale Pressekonferenz und 8. Süddeutscher Zeckenkongress: Aktuelle Forschung zu Zecken und FSME**

Digitale Pressekonferenz und 8. Süddeutscher Zeckenkongress: Aktuelle Forschung zu Zecken und FSME**

Die Universität Hohenheim in Stuttgart lädt zur digitalen Pressekonferenz anlässlich des 8. Süddeutschen Zeckenkongresses ein, der vom 23. bis 25. Februar 2026 auf dem Campus stattfinden wird. Diese Pressekonferenz findet am 17. Februar 2026 um 11 Uhr statt und wird sich mit den steigenden Fallzahlen der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und den neuesten Forschungsergebnissen zu Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten befassen. Die Anmeldung für Journalisten erfolgt über die E-Mail-Adresse presse@uni-hohenheim.de.

Seit der Einführung der Meldepflicht für FSME-Erkrankungen im Jahr 2001 ist eine kontinuierliche Zunahme der Fallzahlen zu beobachten, die in den letzten Jahren sogar an Dynamik gewonnen hat. Experten erwarten, dass das vergangene Jahr zu den Jahren mit den höchsten FSME-Inzidenzen zählen wird. Auf der Pressekonferenz werden Fachleute die statistischen Daten aus den letzten 25 Jahren analysieren und den aktuellen Stand der Forschung präsentieren.

Zu den Rednern der Pressekonferenz gehören unter anderem Prof. Dr. Ute Mackenstedt, eine anerkannte Parasitologin der Universität Hohenheim, die seit zwei Jahrzehnten zur Biologie von Zecken forscht und den Süddeutschen Zeckenkongress ins Leben gerufen hat. Zudem wird Prof. Dr. med Gerhard Dobler, ein Spezialist für FSME und andere durch Zecken übertragene Viruserkrankungen, erwartet. Er leitet das Nationale Konsiliarlabor für FSME am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München.

Im Rahmen des 8. Süddeutschen Zeckenkongresses werden nicht nur biologische und epidemiologische, sondern auch ökologische Aspekte von Zecken sowie die von ihnen übertragenen Krankheitserreger behandelt. Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Biologie, Veterinärmedizin und Humanmedizin. Die Vielfalt der Beiträge verspricht einen umfassenden Überblick über die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Zeckenforschung.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Kongresses ist die Online-Fortbildung für Ärzte, die am 25. Februar 2026 von 16:00 bis 19:05 Uhr stattfinden wird. Diese Fortbildung richtet sich an Mediziner und andere Fachkräfte im Gesundheitswesen und wird aktuelle medizinische, diagnostische sowie epidemiologische Fragen im Zusammenhang mit durch Zecken übertragenen Erkrankungen beleuchten.

Die Zunahme von FSME-Infektionen ist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Die Übertragung von Viren durch Zecken ist ein Thema von wachsendem Interesse, insbesondere angesichts der Veränderungen in den Lebensräumen dieser Tiere und der damit verbundenen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftler warnen, dass das Risiko einer FSME-Infektion in den letzten Jahren zugenommen hat, insbesondere in Gebieten, die traditionell nicht als Hochrisikogebiete galten.

Die Vorträge und Diskussionen während des Kongresses werden auch die Rolle der Klimaveränderungen und der Umweltveränderungen in Bezug auf die Verbreitung von Zecken und deren Krankheitserregern thematisieren. Forscher werden die biologischen Mechanismen untersuchen, die das Verhalten und die Populationen von Zecken beeinflussen, und die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die öffentliche Gesundheit analysieren.

Für weitere Informationen über den Kongress und die Möglichkeit zur Anmeldung zur Pressekonferenz können Interessierte die Website www.zeckenkongress.de besuchen. Auch für die Online-Ärztefortbildung sind Anmeldungen erforderlich, um sicherzustellen, dass alle Teilnehmer die neuesten Informationen und Erkenntnisse zu den durch Zecken übertragenen Erkrankungen erhalten.

Die Universität Hohenheim freut sich darauf, Medienvertreter und Fachkollegen willkommen zu heißen und gemeinsam über die Herausforderungen und Lösungen im Bereich der Zeckenforschung zu diskutieren. Die Ergebnisse der Konferenz werden nicht nur für Fachleute von Bedeutung sein, sondern auch für die breite Öffentlichkeit, die über die Risiken und Präventionsmaßnahmen im Zusammenhang mit Zeckenbissen informiert werden sollte.