Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat sich als unverzichtbares Sprungbrett für nachhaltige Unternehmensgründungen etabliert, die sogenannten Green Startups. Diese innovativen Unternehmen, die sich dem Umweltschutz und der Ressourcenschonung verschrieben haben, zeigen ein erhebliches Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Laut dem aktuellen Green Startup Report (GSR), der vom Borderstep Institut veröffentlicht wurde, können diese Startups im Vergleich zu herkömmlichen Produkten über 70 Prozent weniger klimaschädliche Emissionen während des gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte verursachen.
Der GSR, dessen Entwicklung die DBU unterstützt hat, weist darauf hin, dass die Zahl der grünen Startups in Deutschland mittlerweile auf etwa 4.700 gestiegen ist. Dies stellt einen erfreulichen Anstieg dar, auch wenn der Anteil grüner Neugründungen an den Gesamtgründungen von 20 Prozent im Jahr 2023 auf 13 Prozent im Jahr 2025 gesunken ist. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde äußert sich optimistisch über die Rolle der Startups: „Eine nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft muss zur Norm werden. Die innovativen Ansätze der Startups tragen entscheidend dazu bei.“
Die DBU bietet eine attraktive Fördermöglichkeit in Höhe von bis zu 125.000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren, ohne dass die Gründer einen Eigenanteil leisten müssen. Diese finanzielle Unterstützung wird oft durch fachliche Begleitung ergänzt, die für viele Startups von unschätzbarem Wert ist. Bonde hebt hervor, dass angesichts der zunehmenden Unsicherheiten politischer und finanzieller Natur die DBU eine gefragte Anlaufstelle für junge Unternehmen bleiben wird, die nachhaltige Lösungen entwickeln.
Laut dem GSR gibt es mehrere Gründe, warum der Anteil grüner Startups an Neugründungen zurückgeht, obwohl die Gesamtzahl steigt. Dazu gehören eine abnehmende Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit zugunsten anderer Themen wie Sicherheit und Künstliche Intelligenz sowie eine sinkende Bereitschaft von Investoren, in nachhaltige Projekte zu investieren. Dennoch bleibt die DBU zuversichtlich: „Trotz der Herausforderungen setzen wir unsere Startup-Förderung fort und werden bald das 100. Startup in unser Programm aufnehmen“, sagt Bonde.
Die Relevanz grüner Startups ist auch im Hinblick auf die Klimaziele der EU und Deutschlands von Bedeutung. Diese Unternehmen könnten dazu beitragen, die angestrebte Klimaneutralität zu erreichen, die bis 2050 für die EU und bis 2045 für Deutschland festgelegt wurde. Der GSR bestätigt, dass grüne Startups potenziell Hunderttausende von Tonnen CO2-Emissionen einsparen können, was eine bedeutende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielt.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt aus dem GSR ist der hohe Frauenanteil in den Führungspositionen dieser Startups, der mit 22 Prozent deutlich über dem Durchschnitt von 16 Prozent in nicht-grünen Startups liegt. Außerdem halten 35 Prozent der grünen Startups mit Investitionen mindestens ein Patent, was über dem europäischen Durchschnitt von 14 Prozent liegt. Besonders in den Bereichen erneuerbare Energien, Batterietechnologien und Energieverteilung zeigen die grünen Startups eine hohe Innovationskraft.
Ein entscheidender Vorteil für die Gründer ist, dass grüne Startups schneller Zugang zu Kapital erhalten. Mehr als ein Drittel dieser Unternehmen hat nach 30 Monaten eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen, während es bei nicht-grünen Startups nur etwa ein Viertel ist. Dies ist ein wichtiger Faktor für den Markterfolg und die wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Die DBU fördert zahlreiche vielversprechende Unternehmen, darunter Revoltech, das innovative Lederalternativen produziert, und Flexality, das eine KI-basierte Software zur Nutzung von Kühllagern entwickelt hat. Ein weiteres Beispiel ist etalytics, ein Deep-Tech-Startup, das mit seiner KI-Plattform den Energieverbrauch in verschiedenen Industrien optimiert und dadurch Emissionen reduziert.
Insgesamt steht die DBU als verlässlicher Partner an der Seite von Green Startups und trägt aktiv dazu bei, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen und eine nachhaltige Wirtschaft zu fördern.
