Entdeckung der ältesten Cannabispflanze der Welt in Sachsen-Anhalt – Ein faszinierender archäologis…

Entdeckung der ältesten Cannabispflanze der Welt in Sachsen-Anhalt – Ein faszinierender archäologis…

Ein Team von Forschenden des Museums für Naturkunde in Berlin hat bei einer Sammlungserkundung einen bemerkenswerten Fund gemacht – ein Fossil, das möglicherweise die älteste bekannte Cannabispflanze der Welt repräsentiert. Die genaue Identität und das Alter dieses Pflanzenfossils sind jedoch Gegenstand intensiver weiterer Untersuchungen. In Anbetracht des wachsenden Interesses an Cannabispflanzen in der heutigen Gesellschaft stellt sich die Frage, wie die Geschichte dieser Pflanze auf der Erde aussieht.

Laut aktuellen wissenschaftlichen Analysen stammt die heute weit verbreitete Art Cannabis sativa ursprünglich aus Nordwest-China. Diese Erkenntnis basiert auf den ältesten bekannten Pollendaten, die aus dem Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren stammen. Auch gegenwärtig ist das natürliche Verbreitungsgebiet der Cannabispflanze in Nordwest-China und den angrenzenden Regionen zu finden. Interessanterweise deuten genetische Analysen lebender Cannabisarten darauf hin, dass die Gattung möglicherweise bis zu 28 Millionen Jahre alt ist. Diese Annahme könnte jedoch durch den jüngsten Fund des Berliner Naturkundemuseums in Frage gestellt werden.

Das besagte Fossil, ein Blattabdruck, wurde bereits 1883 von dem Botaniker Paul Friedrich als Cannabis oligocaenica klassifiziert. Neuere Datierungen haben jedoch ergeben, dass dieses Fossil aus dem unteren Eozän stammt, also aus einem Zeitraum von etwa 56 bis 48 Millionen Jahren, was es deutlich älter macht als die vorherigen Funde. Der Fundort des Fossils, in der Nähe von Eisleben in Sachsen-Anhalt, wirft neue Fragen über die geographische Herkunft der Gattung Cannabis auf, da bisherige Annahmen eher auf Zentralasien als Ursprung hindeuteten.

Die Form des Abdrucks, mit seinen gezackten, lanzettlichen Blättern, erinnert stark an die heutigen Cannabispflanzen. Allerdings gibt es einige entscheidende Merkmale, die für eine eindeutige Zuordnung zu fehlen scheinen. Insbesondere die feinen Härchen, die sich auf der Oberfläche der Blätter finden und eine wichtige Rolle im Abwehrmechanismus der Pflanze gegen Fressfeinde spielen, sind nicht im Fossil erhalten geblieben. Diese Härchen sind entscheidend, da sie das psychoaktive THC enthalten, das für die berauschende Wirkung der Pflanze verantwortlich ist.

Es bleibt unklar, ob die Tierwelt des Eozäns bereits von den psychoaktiven Eigenschaften der Cannabispflanze beeinflusst wurde, da dies in den historischen Aufzeichnungen nicht festgehalten ist. Dennoch könnte es sein, dass Cannabispflanzen in der frühen Erdgeschichte bereits eine bedeutende Rolle in den mitteleuropäischen Landschaften gespielt haben. Die Entdeckung dieses Fossils stellt somit nicht nur einen wissenschaftlichen Durchbruch dar, sondern bietet auch die Möglichkeit, mehr über die evolutionäre Geschichte von Cannabis und deren Verbreitung in der Erdgeschichte zu erfahren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Fossil aus der Sammlung des Berliner Naturkundemuseums ein außergewöhnliches Highlight darstellt und uns auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit der Pflanzenwelt mitnimmt. Wer mehr über die Geschichte der Pflanzen und deren Entwicklung erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, die Ausstellungen im Naturkundemuseum zu besuchen. Dort kann man auf eine spannende Entdeckungsreise gehen, die einen Einblick in die Vergangenheit der Erde und ihrer Flora gewährt – ganz ohne den Einsatz von Genussmitteln.