
Das Lehramtsstudium ist eine vielversprechende Wahl für viele, die eine berufliche Laufbahn im Bildungsbereich anstreben. Es bietet nicht nur gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch attraktive Verdienstmöglichkeiten. Um jedoch die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere als Lehrer zu schaffen, sollten angehende Studierende bereits im Vorfeld einige wichtige Entscheidungen treffen – insbesondere in Bezug auf die Schulform, die zu unterrichtenden Fächer und die Auswahl der Hochschule.
Laut einer Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung haben im Wintersemester 2024/25 rund 32.500 Studierende in Deutschland ein Lehramtsstudium aufgenommen. Die Ausbildung zum Lehrer ist in Deutschland je nach Bundesland und Hochschule unterschiedlich strukturiert, da es insgesamt fünf verschiedene Lehramtstypen gibt, die jeweils eigene Studiengänge erfordern. Diese sind:
1. Lehrämter für die Grundschule (Primarstufe)
2. Lehrämter für die Sekundarstufe I (Haupt-, Real- und Gesamtschulen)
3. Lehrämter der Sekundarstufe II für allgemeinbildende Fächer (Gymnasium)
4. Lehrämter der Sekundarstufe II für berufliche Fächer (Berufsschulen)
5. Sonderpädagogische Lehrämter
Um die Studieninteressierten bei ihrer Entscheidung zu unterstützen, hat das CHE eine interaktive Datenbank erstellt, die zeigt, an welchen Hochschulen welche Lehramtstypen angeboten werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der Lehramtstyp für das Gymnasium das größte Angebot hat, während Sonderpädagogische Lehrämter seltener angeboten werden.
Ein entscheidender Punkt für Studierende ist, dass sie bereits vor der Einschreibung strategische Entscheidungen treffen müssen. Die gewählte Schulform beeinflusst nicht nur die Fächerkombination, sondern auch den Verlauf des Studiums und die späteren Berufsaussichten. Die Fächerwahl sollte daher gut überlegt sein, da die Kombinationsmöglichkeiten je nach Hochschule variieren können. Zudem sollten regionale Unterschiede in den Einstellungsbedarfen der Bundesländer bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Einige Bundesländer verzeichnen einen Rückgang der Schülerzahlen, was den Bedarf an Lehrkräften in bestimmten Bereichen verringern könnte. So wird beispielsweise in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erwartet, dass der Bedarf an Lehrkräften für die Primarstufe abnimmt, während die Nachfrage im Sekundarbereich I weiterhin hoch bleibt.
Die Prognosen der Kultusministerkonferenz deuten darauf hin, dass von 2031 bis 2035 in Deutschland mehr als 5.000 Lehrkräfte im Sekundarbereich I eingestellt werden müssen. Wer sich also heute für ein Lehramtsstudium in diesem Bereich entscheidet und es innerhalb der nächsten neun Jahre abschließt, kann mit einer hohen Nachfrage nach seinem Berufsprofil rechnen. Insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bestehen ausgezeichnete Einstellungschancen.
Zusätzlich bietet der CHE-Ratgeber „Lehramt studieren“ umfassende Informationen über die Struktur des Studiums, die Hochschulwahl, die verschiedenen Schulformen, die Fächerkombinationen sowie die Zulassungsbedingungen. Er richtet sich an alle, die sich für eine Lehrtätigkeit interessieren, und enthält nützliche Tipps, Checklisten und weiterführende Links.
Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung, ein politisch unabhängiger Think Tank mit über 30 Jahren Erfahrung, unterstützt Hochschulen und die Politik dabei, die Herausforderungen im Bildungssektor zu bewältigen und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass angehende Lehrkräfte nicht nur die richtige Schulform und Fächerwahl treffen müssen, sondern auch die regionalen Gegebenheiten und zukünftigen Bedarfe im Bildungsbereich im Blick behalten sollten. Wer diese Entscheidungen wohlüberlegt trifft, kann sich auf eine erfüllende und zukunftssichere Karriere im Lehrberuf freuen.


















































