Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete Deutschland einen bemerkenswerten Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung, der bei 61,8 Prozent lag. Diese Zahl verdeutlicht, wie sehr sich der Strommix, der aus den Steckdosen der Haushalte kommt, gewandelt hat. Besonders hervorzuheben ist die Windkraft, die im Vergleich zum Vorjahr eine Produktionssteigerung von 12,2 Prozent erzielte. Auch die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen erreichte mit 43,2 Terawattstunden einen neuen Rekord. Diese positive Entwicklung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Strompreise weitgehend von den durch den Iran-Krieg bedingten Anstiegen der Gaspreise entkoppeln konnten. Diese Informationen stammen aus einer detaillierten Analyse des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), die auf der Plattform energy-charts.info basiert.
Die Erzeugung von Windenergie zeigte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 eine deutliche Zunahme. Offshore-Windkraftanlagen steigerten ihre Erzeugung von 11,4 Terawattstunden auf beeindruckende 14,6 Terawattstunden, während die Onshore-Anlagen einen Anstieg von 48,7 Terawattstunden auf 52,8 Terawattstunden verzeichneten. Dies führte zu einem Anstieg des Anteils der Windkraft an der Nettostromerzeugung von 28,8 auf 30,0 Prozent. Die Photovoltaik hingegen erzielte ebenfalls eine bemerkenswerte Steigerung um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Einspeisung aus dieser Quelle lag somit bei 43,2 Terawattstunden, und seit 2015 hat sich die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen in der gesamten Europäischen Union um beeindruckende 254 Prozent erhöht.
Im Gegensatz dazu verzeichnete die Wasserkraft einen leichten Rückgang in der Erzeugung, die von 8,1 Terawattstunden auf 7,8 Terawattstunden fiel, was den niedrigsten Stand seit 2015 darstellt. Auch die Einspeisung aus Biomasse reduzierte sich leicht von 18,3 Terawattstunden auf 17,9 Terawattstunden. Auf der anderen Seite stieg die Einspeisung aus fossilen Brennstoffen wie Erdgas und Kohle um sechs Prozent auf 78,6 Terawattstunden.
Die starke Leistung der erneuerbaren Energien führte dazu, dass der Anteil derselben an der Gesamtstromlast, also dem Stromverbrauch inklusive der Übertragungsverluste, von 55,0 auf 58,5 Prozent anstieg und somit einen neuen Rekord erreichte. Aufgrund der hohen Erzeugungskapazitäten aus Wind- und Solarenergie gab es zahlreiche Stunden, in denen die Börsenstrompreise negativ waren. Dies ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr Anlagen in der Direktvermarktung keine Förderung bei negativen Preisen erhalten und daher bei Preisen nahe null Euro abschalten.
Ein bemerkenswerter Aspekt ist die zunehmende Notwendigkeit für untertägige Speicherlösungen, die helfen könnten, überschüssige Energie in Zeiten geringer Erzeugung zu speichern. Die Kapazität dieser Speicher stieg im ersten Halbjahr 2026 von 25,4 auf 29,6 Gigawattstunden, was zeigt, dass bereits mehr große Batteriespeicher in Betrieb genommen wurden als im gesamten Vorjahr. Dennoch gibt es weiterhin eine signifikante „Speicherlücke“, die geschlossen werden muss, um eine effektive Nutzung der erzeugten Energie zu gewährleisten.
Die Sommerhitze im Juni führte zu einem erhöhten Strombedarf für Kühlungen, während gleichzeitig die Leistung konventioneller Kraftwerke gedrosselt war. Dies führte zu ausgeprägten Preisschwankungen, insbesondere in den Abendstunden. Dank der starken Erzeugung aus erneuerbaren Quellen betrug der Stromimport im ersten Halbjahr nur 1,3 Terawattstunden, während die Importe aus verschiedenen Ländern wie Frankreich, Dänemark und Norwegen stammten.
Im Bereich der Photovoltaik wurden 2026 insgesamt 2,2 Gigawattpeak neu installierte Gebäudeanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowattpeak verzeichnet. Freiflächenanlagen trugen am stärksten zum Zubau bei. Die gesamte installierte Leistung stieg von 118,0 auf 124,9 Gigawattpeak. Allerdings warnen Experten davor, dass geplante Änderungen im Rahmen der EEG-Novelle insbesondere kleinere PV-Dachanlagen wirtschaftlich unter Druck setzen könnten.
Insgesamt zeigt die Entwicklung der Solarenergie in Europa, dass der Sektor auf dem


















































