
Im Rahmen des EU-Innovationsprojekts COREu hat das Steinbeis Europa Zentrum auf der ICONHIC 2026 in Chania, Griechenland, erste Geschäftsmodelle für Wertschöpfungsketten im Bereich der CO₂-Abscheidung, -Transport und -Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) präsentiert. Ziel des Projekts COREu ist es, wegweisende Demonstrationsprojekte zu entwickeln, die CO₂-Emissionsquellen mit geeigneten Speicherstätten verbinden, um die flächendeckende Implementierung von CCS-Technologien in Europa voranzutreiben. Hierbei steht die Demonstration von Schlüsseltechnologien entlang der gesamten CCS-Wertschöpfungskette im Zentrum der Bemühungen.
Mit der zunehmenden Bedeutung von CCS in Europa rückt die Frage der Resilienz der Infrastruktur in den Fokus. Die erfolgreiche Implementierung dieser Technologien erfordert nicht nur effektive Überwachungssysteme, sondern auch umfassende Risikobewertungen, stabile Governance-Strukturen sowie klare Notfall- und Interventionspläne, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken und langfristige Sicherheit zu gewährleisten. Diese Herausforderungen wurden auf der International Conference on Natural Hazards and Infrastructure diskutiert, die vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 stattfand.
Die Konferenz brachte eine Vielzahl von Akteuren zusammen, darunter Wissenschaftler, Industrievertreter, Infrastrukturbetreiber und politische Entscheidungsträger. Diese Plattform ermöglichte es den Teilnehmern, die Rolle robuster Infrastrukturen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu erörtern. Ein herausragendes Element der Konferenz war die Session über die resiliente CO₂-Abscheidung, den Transport und die Speicherung in Europa, die von den COREu-Partnern geleitet wurde. Hier präsentierten über zehn Projektpartner ihre Fortschritte und verdeutlichten, dass eine erfolgreiche Umsetzung von CCS nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich ist.
Das Steinbeis Europa Zentrum war in der Rolle des Kommunikations- und Disseminationsverantwortlichen tätig und unterstützte die Organisation und Bewerbung der Session. In einer eigenen Präsentation wurden die Projektergebnisse und erste Ansätze für Geschäftsmodelle vorgestellt. Die Diskussionen während der Session zeigen, dass die Resilienz entlang der gesamten CCS-Wertschöpfungskette von entscheidender Bedeutung ist. Die Themen reichten von Umweltmonitoring und Risikomanagement bis hin zu wirtschaftlichen Anreizen, regulatorischen Vorbereitungen, der Einbindung von Stakeholdern und dem Aufbau von Kapazitäten.
Ein zentrales Augenmerk lag auf den Fortschritten in den Bereichen Monitoring und Risikomanagement. Es wurden innovative Technologien vorgestellt, wie etwa KI-gestützte Erdbebenerkennung zur Überwachung induzierter Seismizität und der Einsatz von Umwelt-DNA zur Analyse mariner Ökosysteme. Diese Ansätze sind entscheidend, um ein fundiertes Verständnis der Standortbedingungen zu gewährleisten und potenzielle Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Sicherheitsaspekte entlang der gesamten CO₂-Wertschöpfungskette, von Transport über Injektion bis zur Speicherung, wurden ebenfalls intensiv behandelt. Hierbei wurde die Notwendigkeit harmonisierter Sicherheitsstandards und effektiver Risikobewertungsmethoden betont.
Die multidisziplinäre Ausrichtung von COREu spiegelt sich in der Vielfalt der Themen wider, die über technologische Entwicklungen hinausgehen und auch Umweltverantwortung, gesellschaftliche Akzeptanz sowie regulatorische Rahmenbedingungen umfassen. Ein bemerkenswerter Aspekt war die hohe Beteiligung von Frauen unter den Referierenden der COREu-Session, was die wachsende Vielfalt der Kompetenzen in der CCS-Branche unterstreicht.
Die anschließenden Diskussionen konzentrierten sich auf die Reaktionsfähigkeit von CCS-Projekten in Bezug auf potenzielle Ereignisse wie CO₂-Leckagen. Die Teilnehmer hoben hervor, dass eine resiliente Implementierung nicht nur von modernen Technologien abhängt, sondern auch von klaren Governance-Strukturen und effektiven Kooperationsmechanismen zwischen Betreibern, Regulierungsbehörden und lokalen Stakeholdern. Diese Ergebnisse verdeutlichen die zentrale Erkenntnis von COREu: Resiliente CCS-Infrastrukturen erfordern sowohl technologische Innovationen als auch robuste operative Rahmenbedingungen.
Darüber hinaus hatte COREu einen Ausstellungsstand organisiert, an dem die Projektpartner mit den Konferenzbesuchern über die Herausforderungen und Chancen der CCS-Implementierung diskutieren konnten. Eine Virtual-Reality-Anwendung, entwickelt von dem Projektpartner Neuraltech, ermöglichte den Teilnehmern einen virtuellen Rundgang durch den CO₂-Injektionsstandort Prinos in Griechenland und bot praxisnahe Einblicke in zukünftige CO₂-Speicherinfrastrukturen.
Zusammenfassend zeigen die Diskussionen und


















































