Auszeichnung für Umweltschutz: Innovationskraft für eine nachhaltige Zukunft**

Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, wird in Aachen der Deutsche Umweltpreis 2026 verliehen, der mit insgesamt 500.000 Euro dotiert ist. Diese bedeutende Auszeichnung, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergeben wird, geht in diesem Jahr an zwei herausragende Persönlichkeiten: Dr. Klaus Vossenkaul, einen innovativen Ingenieur im Bereich Membranfiltertechnologie und Gründer der Firma Membion, sowie Dr. Roda Verheyen, eine engagierte Umweltjuristin aus Hamburg. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festakts statt, der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geleitet wird.

Die DBU würdigt mit diesem Preis die Leistungen der beiden Preisträger, die als Vorbilder gelten und zeigen, wie eine positive Veränderung im Bereich Umweltschutz möglich ist. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde bezeichnete Vossenkaul und Verheyen als „Mutmacher“, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz für den Umwelt- und Klimaschutz einen wichtigen Beitrag leisten. In seiner Ansprache betonte er, dass beide Preisträger die Werte von Haltung, Beharrlichkeit und Innovationskraft verkörpern und damit nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland von Bedeutung sind.

Bonde hebt hervor, dass die Umweltwirtschaft das Potenzial hat, ein Motor für Beschäftigung in Deutschland zu werden. Er fordert, dass in Anbetracht der aktuellen globalen Herausforderungen ökologische sowie ökonomische Chancen aktiv ergriffen werden sollten. „Wir brauchen einen Aufbruch“, so Bonde, der betont, dass Investitionen und klare rechtliche Rahmenbedingungen notwendig sind, um die gesetzlich festgelegten Klimaziele, einschließlich der Klimaneutralität bis 2045, zu erreichen.

Die beiden Ausgezeichneten sind nicht nur für ihre Innovationskraft bekannt, sondern auch für ihren unermüdlichen Einsatz im Bereich der Umwelt- und Klimagerechtigkeit. Dr. Klaus Vossenkaul hat mit seiner Firma Membion eine Technologie entwickelt, die die Abwasserreinigung revolutioniert. Seine Membranfiltertechnologie ermöglicht eine energieeffiziente und platzsparende Reinigung von Abwasser, indem sie problematische Stoffe wie Mikroplastik und multiresistente Keime herausfiltert. Vossenkauls Ansatz hat das Potenzial, den Wasserverbrauch in Kläranlagen erheblich zu senken und die ökologische Effizienz zu steigern, was vor allem in Zeiten von Klimaveränderungen von großer Bedeutung ist.

Dr. Roda Verheyen hingegen hat sich über zwei Jahrzehnte hinweg als Rechtsanwältin für Umwelt- und Klimaschutz stark gemacht. Ihr Engagement zielt darauf ab, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Schutz der Umwelt gewährleisten. Sie hat entscheidende Beiträge zu wegweisenden juristischen Entscheidungen geleistet, die den Klimaschutz betreffen. Ihre Arbeit zeigt, dass der rechtliche Schutz der Umwelt eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Klimakrise spielen kann.

In ihrer Rolle als Juristin hat Verheyen immer wieder betont, dass Bürgerinnen und Bürger nicht nur die Möglichkeit haben, staatliches Handeln zu kritisieren, sondern auch in der Lage sind, rechtliche Schritte einzuleiten, um Veränderungen zu bewirken. Sie sieht sich selbst nicht nur als Klägerin, sondern auch als „Möglichmacherin“, die den Staat mit den notwendigen rechtlichen Werkzeugen ausstatten möchte, um den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen.

Insgesamt verdeutlichen die Auszeichnungen an Vossenkaul und Verheyen, dass Innovation und rechtliche Rahmenbedingungen Hand in Hand gehen müssen, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Ihre Arbeit zeigt, dass Umweltschutz nicht nur eine Verantwortung, sondern auch eine Chance für Fortschritt und wirtschaftlichen Erfolg ist.

Der Deutsche Umweltpreis, der in diesem Jahr zum 34. Mal verliehen wird, ist eine der höchstdotierten Auszeichnungen im Bereich Umweltschutz in Europa und würdigt die Leistungen von Persönlichkeiten, die sich vorbildlich für den Schutz der Umwelt einsetzen. Die DBU hat eine Jury aus Experten beauftragt, die Preisträger auszuwählen, um sicherzustellen, dass die Auszeichnung an die geeignetsten Kandidaten vergeben wird.

Die Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2026 ist ein bedeutendes Ereignis, das nicht nur die Errungenschaften der Preisträger feiert, sondern auch ein Zeichen für den notwendigen Wandel hin zu einer umweltbewussteren und nachhaltigeren Gesellschaft setzt.